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Halde

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Der Landschaftspark Hoheward wurde am 8. November 2008 offiziell eingeweiht.
Vergessen wurde dabei, welche Aktionen im Vorfeld der BI-Halde erforderlich waren
bewegte Politik & Bürger gleichermaßen
auf mehr als 1800 Seiten haben wir die Diskussion
in den Jahren 1976 – 1984 zusammengefaßt

hills

Vorwort zu dieser Dokumentation

Ein Satz Willy Brandts ist inzwischen ein geflügeltes Wort: Mehr Demokratie wagen! Notwendig dazu waren eine 68er Bewegung, eine Anti-AKW-Bewegung und die Bürgerinitiativ- und Friedensbewegung. Da war er nun – der mündige Bürger! Und die etablierte Politik fühlte sich überfordert, weil sie es nun mit Bürgern zu tun bekam, die ungeheure Anstrengungen unternahmen Sach- und Fachkompetenz zu erwerben. Nicht nur die Politik zeigte sich in der Regel den Argumenten der Bürger unterlegen, sondern auch die hinzugezogene wissenschaftliche Hilfe  versagte immer häufiger.

Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre zog die neue politische Kultur auch in Herten ein. Bürgerinitiativen bildeten sich. Zunächst Initiativen, die sich an Straßenproblemen orientierten. Schützenstraße und Heidestraße. Dann entstand im Zuge der Diskussion um die „Superhalde“ Hoheward, die erste wirklich stadtumfassende Bürgerinitiative „Halde“. Gerade die BI „Halde“ setzte in Herten „Standards“. Man setzte sich für alle Hertener ein, betrachtete nicht nur das Objekt der Kritik, sondern weitete den Blick. Schnell wurde die gerade entstehende Müllverbrennungsanlage in die Überlegungen zur Gesamtsituation einbezogen.

Die Erkenntnisse der immer wieder fragenden Bürger wuchsen. Ökologie, Politik und Ökonomie stehen in bestimmten Verhältnissen zueinander. Die Ökonomie hat einen Wunsch und die Politik versucht ihn umzusetzen – auf der Strecke bleibt die Ökologie. Gut, dazu gibt es einige Varianten, z.B. bezahlt der Bürger die Folgekosten – oder die Ökonomie macht die Folgekosten zu Gewinnen. Viele dieser Varianten können in der Dokumentation festgestellt werden.

Die wichtigste Lehre ist aber: Wenn Bürger sich zusammen tun, dann können sie auch etwas erreichen.

Hans-Heinrich Holland  (1948–2011)

Weitere Karikaturen zum „Haldenbauwerk“ [klick]

Halde

DokumentSeitenDatumLänge (Byte)1
Vorwort61980153,002
30 Jahre BI- 10 Jahre Pro-Herten530.05. 2012600.003
in der FAZ523. 05.2010200,004
Gothard-Tunnel1009.06.81340.005
böser Holland130.03.8142.4056
Klimauntersuchung-Halde1816.03.1994295.5437
Frühzeitige Bürgerbeteiligung241981584,808
Bürger ist Arbeitgeber der Verwaltung127.04.8136.4439
Parteienstreit201.04.81225.25210
Blei, Arsen, Cadmium gefunden201.04.81251.74711
Umsiedelung Hohewardsiedlung121.08.8149.58012
Diskussion in der Partnerstadt1198145.75013
Hodde- politische Winkelzüge211.07.81169.32314
Rezepte gegen Bürgerwille104.02.8140.82315
BI-Blasversatz möglich161981432.79416
BI-Halde -Medizin.Junold.05-81.pdfText101981156.64117
Bergewirtschaft 1/824019821.925.69518
Bergbautätigkeit in der Lippezone3924.10.821.076.62419
Pressespiegel315198126-MB20
Betriebplan-Bedingungen/Auflagen81972147.11121
Wohnen am Haldenhang118.07.81116.78722
Bescheidung der Bürgeranträge908.05.8169.56323
Bürgerantrag-Rahmenkonzept Bergehalde1204,05.81222.73224
BUND und Bergehalde1609.1982344.77325
Entwurf-Berghaldenkonzept-Gebietsentwicklungsplan819.03.81201.88426
BI-90m Haldendreck, da fliegt der Staub bis Scherlebeck3310.12.801.618.79627
gigantische Zerstörung91982210.02028
Lkw-BergetransporteText4198152.89729
Pressespiegel-Halde-19806519809.000.00030
Pressespiegel-Halde-1981254198122.000.00031
Rahmenvereinbarung Bergehalde2111.03.82383.20932
BI zum Ratbeschluss "Haldenkonzept"405.198153.99533
Rat zu Rahmenkonzept BeReg.+ Befangenheit2808.05.81416.49634
BI-Resolution 301.02.8162.56135
BI-J.Jürgens, Verantwortung für die Zukunft2708.19811.524.44936
BI-Tagesordnung und Schriftverkehr4608.02.82741.01137
Stellungnahme der "Die Grünen"5730.03.81882.10638
BI-Stellungnahme Sonderitzung4505.07.821.005.69439
Initiativen formatieren sich4608.02.82755.82740
Umweltverträglichkeit/Standort- und Gestaltungsfragen1201.1982197.03541
teure Horizonte - Kommunalmagazin123.05.200644.61242
kein Fernsehen mehr2326.05.76515.78843
Vereinbarung RAH-Stadt Herten624.05.84106.07544
Untersuchung des Bergematerials628.11.80108.60445
Halde

 Der Landschaftspark Hoheward wurde am 8. November 2008 offiziell eingeweiht.

OHNE UNS!

Ernst zur Nieden von der WAZ schreibt dazu “…Herten/Recklinghausen. Allerletzte Hand wird wohl erst in ein paar Jahren angelegt. Aber das meiste ist doch schon fertig und die Bürger haben den künstlichen Berg ohnehin längst in Besitz genommen, obwohl hier und da noch ein Bauzaun steht und eine Teilfläche auch noch weiter vom Bergbau benötigt wird. Doch es ist nun Zeit für diesen Termin: Am Samstag, 8. November, wird der Landschaftspark Hoheward offiziell eröffnet. Um 12.30 Uhr soll NRW Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) das Signal geben für die Freigabe des Projekts, das im Revier seinesgleichen sucht. Der Regionalverband Ruhrgebiet hat zwar inzwischen 33 Halden unter seiner Regie, aber diese im Süden von Herten und Recklinghausen ist die größte, die am aufwändigsten gestaltete und die mit der spektakulärsten Landmarke: Die beiden Bögen des Horizont- Observatoriums sind aus allen Himmelsrichtungen kilometerweit zu sehen. Sie überspannen eine Anlage, die am 8. November zwar Schauplatz der Eröffnung sein, jedoch nicht in ihrem Mittelpunkt stehen wird. Ulrich Carow, Leiter des RVR-Grünbereichs: „Es geht nun um das gesamte Werk. Für das Observatorium wird es eine eigene Veranstaltung geben, die wir für den Abend des 21. Dezember planen, also pünktlich zur Wintersonnenwende.”Kaum weniger attraktiv für Spaziergänger, Jogger und Biker, die auf den mehr als sieben Kilometern Halden-Wegen unterwegs sind und von elf Balkonen immer neue Aussichten genießen, ist die riesige Sonnenuhr mit dem Obelisken, der die Stunde anzeigt. „Das ist schon ein ganz besonderes Ensemble”, sagte Ulrich Carow am Donnerstag am Rande der gemeinsamen Sitzung der Planungsausschüsse aus Herten und RE.

Die Politiker erfuhren, wie es in den kommenden Jahren weitergeht: Der dritte Bauabschnitt komplettiert Hoheward vor allem auf der Hertener Seite und zur Nachbarhalde Hoppenbruch hin. „Aber diese Arbeiten stören das Erlebnis und die Erholung kaum”, erläuterte Carow. Auch, dass im nordwestlichen Teil noch einige Jahre lang weiter Bergegestein aufgeschüttet wird, sei kein Problem. „Bisher waren die Baustellen immer noch im Weg……


Wir möchten an dieser Stelle ein wenig dokumentieren, wie es zu diesem “Landschaftsbauwerk” gekommen ist, welches Wunschdenken die damalige RAG (nun DSK) dort hatte, eine tafelberggleiches Gebilde (sh. Halde Scholven) zu errichten. In einem unendlich lang währenden Kampf konnte – darauf sind die noch lebenden Mitglieder der damaligen BI-Halde stolz- das Schlimmste verhindern.

Pressemitteilung von Montag, 10. November 2008 Stadt Herten
Bergfest lässt Himmel über Hoheward glühen Eröffnung Horizont-Observatorium auf Hoheward

Herten / Recklinghausen. Mit einer spektakulären Licht- und Feuershow, außergewöhnlicher Alphornmusik und einem Sternenmarsch haben der Regionalverband Ruhr (RVR) und das Land NRW den zweiten Bauabschnitt des Landschaftsparks Hoheward feierlich eröffnet. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel zeigte sich in seiner Ansprache begeistert: „Die Zeit des neuen Ruhrgebiets hat begonnen.“ Er freute sich über dieses einmalige „Bauwerk der Menschheit“.
NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenbruch betonte in seiner Ansprache: „Das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt 2010 gibt ein richtungweisendes Beispiel für andere Metropolen“.
Das Horizont-Observatorium krönt weithin sichtbar die Haldenlandschaft, elf Aussichtbalkone geben Einblick in die Metropole Ruhr und die fertig gestellten Ring- und Balkonpromenaden erleichtern die Haldenerkundung. NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und RVR-Direktor Heinz-Dieter Klink haben gemeinsam mit Spitzenvertretern aus dem Kreis Recklinghausen, den Städten Herten und Recklinghausen sowie der RAG AG den Bürgerinnen und Bürgern den Landschaftspark offiziell übergeben.

Meridian- und Äquatorbögen aus Stahl

Auf dem Landschaftsbauwerk an der Stadtgrenze Herten / Recklinghausen hat der RVR mit finanzieller Unterstützung des Landes NW eines der spektakulärsten Projekte im Emscher Landschaftspark umgesetzt: Das Horizont-Observatorium. Es stellt eine moderne Version prähistorischer Steinkreise wie Stonehenge dar.
Das Bauwerk nach einer Idee des Leiters der Westfälischen Volkssternwarte Recklinghausen, Dr. Burkard Steinrücken, besteht aus einer kreisrunden, ebenen Fläche auf der Haldenkuppe von rund 95 Metern Durchmesser, einem in der Mitte abgesenkten Forum und zwei Halbkreisen aus Stahl mit einem Durchmesser von 90 Metern. Die Stahlbögen spannen sich wie die Großkreise Meridian und Himmelsäquator über den Platz. Von dem abgesenkten Forum aus breitet sich das Plateau der Halde in alle Richtungen wie ein künstlicher Horizont aus. Mit Hilfe von Peilmonumenten können dort Sommer- bzw. Wintersonnenwenden oder die Astronomischen Jahreszeiten oder Mondwenden beobachtet werden. Die alles überspannenden Bögen teilen den Himmel in Ost- und Westhälfte sowie in Nord- und Südhalbkugel und dienen so tagsüber als Sonnenkalender und nachts als Orientierungshilfe am Sternenhimmel.

Haldenerlebnis mit Promenaden und Balkonen

Neben dem Amphitheater auf dem Haldenplateau wurden im zweiten Bauabschnitt rund zwanzig Kilometer Wanderwege angelegt. Auf der Ringpromenade am Haldenfuß und der sieben Kilometer lange Balkonpromenade können Besucher die Halde ebenerdig erkunden. Serpentinen führen zur mittleren Ebene und an zwei Stellen, dem Salentinplatz und der Drachenbrücke, auch direkt zur Sonnenuhr bzw. zum Observatorium. Elf Stahlbalkone sind zusätzlich markante Aussichtspunkte in die Region. Die Fußgängerbrücke vom Zukunftsstandort Ewald komplettiert die Balkonpromenade. Die im Februar dieses Jahres eröffnete Drachenbrücke über die Cranger Straße schließt den Stadtteil Hochlarmark an den Landschaftspark Hoheward an.
Rund elf Millionen Euro investierte der RVR in den zweiten Bauabschnitt. Das Land NRW und die EU haben das Projekt zu 90 Prozent mit Mitteln aus dem Ökologieprogramm Emscher Lippe gefördert. Die verbleibenden zehn Prozent sind Eigenmittel des RVR.

Rückblick: Der Obelisk als Sonnenuhr

Seit mehr als fünf Jahren baut der RVR die Halde zum neuen Markenzeichen der Metropole Ruhr aus. Bislang sind die Nord- und Ostflanke der Halde umgestaltet worden, da dort bereits die Aufschüttungen des Bergbaus abgeschlossen waren. Die in 2006 eingeweihte Horizontalsonnenuhr auf dem östlichen Plateau mit dem rund neun Meter hohen Obelisken als Zeiger und Schattenwerfer veranschaulicht eine Jahrtausende alte Art der Zeitmessung.

Ausblick: Ein Platz für Veranstaltungen

In einem dritten Bauabschnitt soll ein Veranstaltungsplatz entstehen, auf dem Events verschiedenster Art durchgeführt werden können. Zudem soll die Ringpromenade von der Drachenbrücke über das Aktiv-Linear-Band bis zum Zukunftsstandort Ewald komplettiert werden.

Außerdem ist geplant, Serpentinen anzulegen, die vom ehemaligen Zechengelände direkt zum Observatorium führen. Für die Baumaßnahmen hat der RVR einen Förderantrag gestellt.

Hoheward, der Landschaftspark

Die Halde Hoheward ist ein zentraler Baustein des interkommunalen Entwicklungsvorhabens “Hoheward, der Landschaftspark” der Städte Herten und Recklinghausen sowie des RVR in Zusammenarbeit mit der RAG Aktiengesellschaft.
in einem neuen Landschafts- und Lebensraum für die Menschen in der Metropole Ruhr umgestalten. Das rund 750 Hektar große Planungsgebiet zwischen der Autobahn A 2 im Norden und der Emscher im Süden umfasst u.a. den Zukunftsstandort Ewald, die Ewaldpromenade, die Halde Hoppenbruch mit dem Windkraftrad, die Halde Hoheward, den Stadteilpark Hochlarmark sowie Wald- und Naturschutzgebiete wie den Emscherbruch.

Kontakt: RVR, Pressestelle, Barbara Klask, Telefon: 0201/2069-201, Fax: -501, E-Mail: klask@rvr-online.de
—–
Dieser Meldung sind folgende Medien zugeordnet:

Eröffnung Horizont-Observatorium (1) 

Eröffnung Horizont-Observatorium (2)

Eröffnung Horizont-Observatorium (3)

Eröffnung Horizont-Observatorium (4)

Eröffnung Horizont-Observatorium (5)

Eröffnung Horizont-Observatorium (6)

Eröffnung Horizont-Observatorium (7)

Pressekontakt: Pressestelle, Anne Schwierz, E-Mail: a.schwierz@herten.de, Tel: 02366-303 180
Kontaktdaten: Herausgeberin: Pressestelle der Stadt Herten 45697 Herten


Quelle: Hertener Allgemeine – 9.11.2008

Horizont-Observatorium strahlt weit in die Region

Herten –  Mit einer spektakulären Licht-Show, die weit in die Region hin sichtbar war, ist am Samstag die offizielle Einweihung des Landschaftsparks Halde Hoheward zu Ende gegangen. Tausende tummelten sich den ganzen Tag über auf dem Gipfel zwischen Herten und RE.

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg eröffnete am Mittag offiziell den Landschaftspark mit dem Horizont-Observatorium. Beim anschließenden Bergfest gab es für die vielen tausend Besucher etliches zu bestaunen: Flugdrachen sausten zwischen den Stahlbögen umher, mit Einbruch der Dunkelheit startete ein Sternmarsch mit Fackeln aufs Plateau. Alphorn-Musik und faszinierende Lichteffekte ließen es den Besuchern bei eisigem Wind auf dem Gipfel warm ums Herz werden. Mehr dazu lesen Sie später an dieser Stelle.


Quelle: WAZ- DerWesten – 09.11.2008
Landmarke strahlt über die Region hinaus
 Katharina Müller

Besucher blinzeln in die Sonne, stemmen sich gegen den Wind. Die Sicht ist atemberaubend, an diesem klaren Herbsttag, hoch oben auf der Halde Hoheward.
Zur offiziellen Eröffnung des Landschaftsparks, mit seinem Horizont-Observatorium, dem Obelisken und der Drachenbrücke, sind Interessierte angereist: Bürger, Prominente, die Verantwortlichen des RVR.

Gemeinsam lassen sie den Blick über das Ruhrgebiet schweifen. Hier oben, 155 Meter über Null sieht selbst die Schalke-Arena winzig aus. Hertens Bürgermeister Dr. Uli Paetzel klopft seinem Recklinghauser Kollegen Wolfgang Pantförder auf die Schulter: Die Herren sind sich einig, dass hier oben Großes entstanden ist.

„Wenn ich die Augen zumachen und dann wieder auf, denke ich, es ist wie ein Traum, der nun tatsächlich Realität geworden ist“, freut sich Pantförder. NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg teilt die Euphorie: „Wer sich für Industriekultur interessiert, kommt am Ruhrgebiet weltweit nicht vorbei und dieses Konzept hier ist besonders spannend. Eine weitere Landmarke, die weit über die Region hinaus strahlen wird.“

 

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Rathaus

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Der Letzte macht die Garage zu

Mit einem Handschlag fing 1994 alles an – heute steigt das Deutsche Rote Kreuz aus dem Krankentransport aus

VON FRANK BERGMANNSHOFF (Hertener Allgemeine)

HERTEN. Selbst bei guten Freunden kommt es vor, dass sie sich zerstreiten. Das passiert im echten Leben – und im Hertener Krankentransport. Vor 18 Jahren half der eine Freund, das Rote Kreuz, dem anderen Freund, der Stadt, aus der Patsche. Auf Jahre des guten Miteinanders folgten jedoch Jahres des zermürbenden Ärgers. Ab morgen geht man getrennte Wege.

Knapp 18 Jahre lang hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Hertener Krankentransport und zeitweise auch im Rettungsdienst mitgewirkt und rund 60000 Patienten transportiert. Heute Abend um 18 Uhr geht diese Ära zu Ende. Dann fahren die Rotkreuz-Sanitäter die beiden Krankenwagen in die Garage, ziehen die Zündschlüssel ab, machen das Licht aus. Ab morgen früh transportiert der internationale Falck-Konzern die Kranken. Denn zuletzt hatten sich zwischen DRK, Stadt und Feuerwehr unüberbrückbare Differenzen entwickelt, so dass das Rote Kreuz um die Aufhebung des Vertrages bat. Der Krankentransport wurde ausgeschrieben, Falck gewann.

Dabei waren Stadt, Feuerwehr und Rotes Kreuz mal gute Freunde. Thomas Wiedermann (45), erster hauptberuflicher DRK-Mann im Hertener Krankentransport und später Fahrdienstleiter, erinnert sich: „Es war im September 1994. Das Taxi-Unternehmen Mühlhause konnte die steigenden Anforderungen im Krankentransport nicht mehr erfüllen. Da lud uns der damalige Feuerwehr-Wachleiter Karl-Heinz Breuing an einem Freitag ein und fragte, ob wir ab Montag den Krankentransport übernehmen könnten.”

Gesagt, getan. Thomas Wiedermann und drei ehrenamtliche Sanitäter besetzten fortan täglich von 7 bis 19 Uhr einen Krankenwagen der Feuerwehr und zusätzlich den DRK- eigenen Rettungswagen. Diese per Handschlag vereinbarte Kooperation mündete erst im April 1995 in einen schriftlichen Vertrag.

Es war eine gute Zusammenarbeit, wie Wiedermann berichtet: „Die Feuerwehr hat nachts angerufen und gefragt, ob wir mit unserem Rettungswagen aushelfen können. Und bei Großbränden hat das Rote Kreuz nachts bei Averdung in Langenbochum 150 Würstchen bestellt und die Feuerwehrleute versorgt.” Ob bei Unfällen unter Tage, in den arbeitsreichen Silvesternächten oder auch, wenn ein Rettungswagen der Feuerwehr in die Werkstatt musste – „wir sind immer gerne eingesprungen”, erzählt DRK- Vorstand Ralph Hoffert.

Zukunft des Ehrenamtes offen

Heute also endet die reguläre Mitarbeit im Krankentransport. „Wir gehen erhobenen Hauptes, aber es hat zuletzt einfach keinen Spaß mehr gemacht”, sagt Hoffert. „Andere Bereiche wie Hausnotruf oder Essen auf Rädern führen wir natürlich fort.” Auch Sanitätswachen bei Veranstaltungen übernimmt das DRK weiterhin; dafür bleiben ein Kranken- und ein Rettungswagen an der Gartenstraße stationiert (den zweiten Krankenwagen übernehmen die Kollegen in Marl). Für Großschadensereignisse bleibt das DRK ebenfalls verfügbar – zumindest solange dafür noch Personal zur Verfügung steht. Ralph Hoffert: „Durch die Beteiligung am Krankentransport und Rettungsdienst haben wir immer viele ehrenamtliche Helfer gewinnen können. Wie sich das künftig entwickelt, muss man abwarten.”

Beim Roten Kreuz komme es durch den Ausstieg aus dem Krankentransport nicht zu Entlassungen, sagt Hoffert. Vier Mitarbeiter hätten neue Stellen in der Region gefunden, einer sei durch eigenes Zutun noch unversorgt, der Rest werde in anderen DRK- Bereichen eingesetzt.

60.000 Patienten – und 150 Zivis

  • In den vergangenen knapp 18 Jahren hat das Hertener DRK nach eigenen Angaben rund
    60 000 Patienten versorgt und transportiert. In dieser Zeit habe es nur vier schriftliche Beschwerden gegeben, so DRK-Vorstand Ralph Hoffert.
  • Die ersten Zivildienstleistenden kamen am 1. Mai. 1995 Insgesamt haben beim Hertener DRK rund 150 junge Männer ihren Zivildienst geleistet. Viele wurden später Ärzte.
  • Nach dem Ausstieg aus dem Krankentransport beschäftigt das Hertener DRK noch 14 hauptamtliche Mitarbeiter, außerdem 17 Aushilfen (Teilzeitkräfte, 400-Euro-J ob- ber) und knapp 25 Ehrenamtliche, darunter sechs Notärzte.

Alles zur DRK und seine unrühmliche Rolle der Stadt Herten … klick

 

lft-Nr.InhaltDatumSeitenLänge (Byte)
1altes Hertenab 1936144.359.691
2Fragestunden,oder Germanischer Ting19811863.756
3Stadtdirektorwahl19814256.368
4Jürgens ./. Stadt-Grundbesitzabgaben19836597.132
5Mitmachstadt 1984198416234.5828
6Innenstadtkonzept 1990199028493.000
7unaufgekläter Mord199411620.620
8Never endig Story- Stadt und Gövert 2001 -2016121,5 MB
9Stadtwerke-Kooperation 2001200114261.805
10Informaqtionsfreiheit verkehrt200121247.907
1Newslettere 2002200226206.057
2Transparente Stadt200210101.037
3Bürgerantrag Verwaltungsreform201412143.116
4WAZ-Presseschelte2003277.343
52004 in Kürze2004329.670
6Prosoz in der Presse20049372.282
7Arbeitsprogemm des BM20051063.167
8FB3 und die Nimrodstraßen-Miese2006321.686
8Niederschriften Rat 2010-201976001GB
20Otto-Welz-Platz20064159.044
1Schalkekarten für Chefredakteure und verdiente Genossen200624378.228
2Trixerei B-pan 112-Schneeberger-Str."2008402.811.244
3Masterplan 20092009345.380.396
4Wettskandal200921485.285
5Herten-20202010606.823.221
6Innovation-City2010601.393.029
7Fotos Innenstadtimpressionen2010133.802.759
8schnelle Polizei201014873.942
9Wengerturm201012350.155
30Alles dicht?201119385.989
1Demografische Entwicklung2011158.502
2Feuerwehr20111181.615.278
3Stadtprofil201125155.174
4Rathaus-Trockenbau20118289.402
5S&E in der WAZ2011327.279
6Stadtplan201111.683.699
71990-Innenstadtkonzept H.Holland201128165.402
8Bronx-Ewaldstraße/>2012397.232
9DRK war, Falk ist201230914858
40Der Millionen-"Patzer"20142281.273.5230
1Innenstadt Bildzeitung20146510.416
2Trixerei, nun Baugebiet Schützen- Hospitalstr.2015465.506
3DRK/>201230914.810
4 Schützenstr. Straßenlärman 1999111.217.353
5Die Spezialdemokraten H.Werner 200319213.903
7Sperrbezirk-Prostitution2016261.GB
9Presse-2008-2009
2008-2009539.000.000
10Stadtplanungen 2000-20152000-201528625 MB
11Einzelhandelskonzept 20082008969 MB
12Neustart Innenstadt-2016201616315 MB
13AVISO-Original.LMP-2001 2001572.5MB

Gesamtdokument 1200 Seiten 

2016-05-08

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Politik

pol

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lfd-Nr.DokumentSeiteGröße (KB)Datum
0CDU ab 1984153.1232984
1Fragestunde als germanischer Ting18501981
2SPD ab 19849415.0001984
3SPD ab 1990387001990
4SPD ab 1995581391995
5Mandatsbedingte Tätigkeiten 200213502002
6H.H. Holland "Kommunale Spielwiese"61222002
710 Gebote mit dem Umgang mit Bürger212502003
8das pol. aus des Herbert W./>192302003
8.1Der Rat ab 2004162902004
9Kommunalwahl 200417502004
10Bürgermeisterkandidaten 20082802008
11SPD und Linke im Kreis53152008
12Linke - Rechte13142008
13brauner Sumpf429112009
14Landrat Welt, der Saubermann5491.2002009
15RAG und das Politiker-Zubrot385602010
16Hertens SPD-Bastapolitik326002011
16jedem Genossen sein Denkmal211.1002011
18grüne Mythen671.9002011
19Moschee und Politk1242.1002011
20Hertens Namenszusatz2552011
21der Ruhrpilot12552011
22HFB-Projektgruppen1712011
23Herten, Schule und die Politik1332.5002011
24der Winterdienst144502011
25der Zechenbaron318502011
26"rechte" Presse1191.3002012
27SPD und seine Selbstbedienungsdemokraten1621.9002012
28Politik und die Stadtentwicklung61762012
29teures Basta3052012
30Causa Fridriechs (MUNLV) und die Korruption2365.6002013
31BM-Kandidat SPD. gen. Tortenalex161.6002016
32Die wilden grünen Weiber von Herten442.3002009
33BM-Kandidatenrennen in der Presse232.5002016
34Der BM-Wechsel918.5002016

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Herten, das Silicon-Valley in Sachen WasserstoffWasserstoff

DokumentDatumSeiten/Linklft-nr
1
Ratsbeschluss u.a. zum H2 200521
Blauer Turm liefert Wasserstoff2009Das Wisssensmagazin3
Was(serstoff) passiert in Herten2010div. Artikel Elektromobilität4
Das auf und ab des Blauen Turm20155
Die Story - Dokumentensammlung20192706
7
Wo Steuergelder und Politiker den Aktionären dienen200548
Pedelec und Wasserstoffext. Link 9
Wasserstoffbus von Herten-Mitte nach Langenbochumext. Link 10
Traum und Wirklichkeitext. Link 11
SPD & CDU im Facebookstreit zur H²-Kompetenz2017812
Wasserstoff- Energier der Zukunft01.03.2016Bayerischer Rundfunk13

Wasserstoff, Energieträger der Zukunft. Oder?19. Dezember 2016Dt. Arbeitgeber Verband14
Quo Vadis HyBike Herten, legitimierte Geldverbrennung via Wasserstoff2012Pro-Herten
15
Projektbaustein:Betrieb einer H2-Fahrradstation2007HFB/UWG-Ratsanfrage16
Germany, which aims to be the “silicon valley of the hydrogen and fuel cell industry” according to the city planning director Volker Linder. 2010Climate Friendly Gas Production: Organic Waste to Energy17
Energie im Wandel2010aus:http://energieimwandel.de/18
Immisionsschutzrechtlicher Genehmigungsbescheid20.11.2009Bezirksregierung - Münster19
Der Wasserstoff-Boom“ Wunsch und Wirklichkeit beim Wettlauf um den Klimaschutz2012Textausz
üge
aus: Joseph J. Romm
ISBN 3-527-31570-5

20
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RZR

AGR stiftet zum 30-Jährigen 3.000 Bäume für Schlosswald

08.08.2012 | Herten

Bürgermeister begrüßt klimafreundliches Engagement

Zum 30-jährigen Betriebsbestehen in Herten spendet die Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhrgebiet (AGR) 3.000 Bäume für den Schlosswald. Gepflanzt wird auf einer mehr als einen halben Hektar großen Fläche, die sich im Eigentum des Regionalverbands Ruhr (RVR) befindet. Auf dieser Fläche müssen aus Sicherheitsgründen alte Bäume weichen – für die anschließend Ersatz gepflanzt werden soll.

Bürgermeister Dr. Uli Paetzel begrüßte die Aktion: „Wir freuen uns über die großzügige Spende, die eine wichtige Unterstützung für unsere Bemühungen im Klimaschutz ist.“

Die Aufforstung der Fläche, gleich hinter dem Parkplatz der Grundschule in der Feige, beginnt im Spätherbst. Dann werden drei bis vier Jahre alte, standortgerechte Eschen und Hainbuchen mit einer Größe zwischen 120 und 150 Zentimetern gepflanzt. Bislang stehen an dieser Stelle noch etwa 60 Jahre alte Pappeln. Durch sich geänderte Bodengegebenheiten sind sie nicht mehr standsicher und müssen gefällt werden, damit sie Waldbesucher und Anwohner angrenzender Grundstücke nicht gefährden. Das anfallende Holz wird vermarktet und unter anderem zu Papier weiterverarbeitet.

Bei einem ersten Besuch haben Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR, Joachim Ronge, Geschäftsführer der AGR und Matthias Klar, RVR Ruhr Grün, einen Teil der Aufforstungsfläche begutachtet. „Durch unsere Arbeit sparen wir jedes Jahr mehr als 200.000 Tonnen CO2. Das entspricht der Speicherkapazität von mehreren Hundert Quadratkilometern Mischwald”, erklärte AGR-Geschäftsführer Joachim Ronge. „Wir sind uns darüber hinaus natürlich unserer Verantwortung in der Region bewusst und wollen den Klimaschutz auch hier weiter stärken. Darum übernehmen wir eine erste Patenschaft für eine Fläche im Hertener Schlosswald.”

v. li.: Carola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR, Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, Joachim Ronge, Geschäftsführer der AGR und Matthias Klar, RVR Ruhr Grün, markieren den ersten Baum der aufzuforstenden Fläche.

Pressekontakt: Pressestelle, Ramona Hoffmann, Telefon (0 23 66) 303 227 E-Mail: r.hoffmann@herten.de

RZR, die Story 1974 bis 2010 auf 572 Seiten

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